Dem Specht auf der Spur mit 3D-Scan und 3D-Druck

Sie alle nehmen den Specht zum Vorbild:  Der Automatisierungsspezialist Festo, das Linzer Krankenaus der Barmherzigen Schwestern und die Berliner Charité.

Das Technikmagazin Factory berichtet in seiner Online-Ausgabe über die Sonderschau „Spechte – hör mal, wer da klopft!“ im Biologiezentrum Linz. Die Rede ist von Bionikern* unterschiedlicher Branchen, die mittels 3D-Scan und 3D-Druck den besonderen Fähigkeiten des Spechts auf der Spur sind. Der Specht verkrafte, so Factory,  problemlos einen Aufprall mit 1000-facher Erdbeschleunigung. Diese unglaubliche G-Kraft müsse der Kopf eines Spechts beim Klopfen abfedern.

Der Leiter des Instituts für Polymer Product Engineering (ippe) an der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) Reiter  erklärt anhand eines  im Maßstab 1:4 ausgedruckten Modells das vierfache Dämpfungssystem im Schädel des Vogels.  Es gelte  herauszufinden, wie  es die Natur schaffe, Knochen, Muskel, Bänder und Knorpel des kleinen Vogels so aufeinander abzustimmen, dass es den gewaltigen Kräften widersteht.

So könne der Specht als Vorbild dienen, zum Beispiel um den Kopf-und-Nacken-Schutz in Fahrzeugen zu optimieren. Möglich und anschaulich werden Forschung und Entwicklung in diesem Forschungsbereich durch 3D-Scan und 3D-Druck.

Im Netzwerk 3D-Druck Solingen ist das Remscheider Ingenieurbüro Klostermann auf 3D Digitalisieren per Streifenprojektion oder Laserscanning sowie auf 3D-Röntgenscan mittels industrieller Computertomografie (CT) spezialisiert. Zur Eröffnung unser 3D-Lounge am 24. Februar, 11 Uhr wird Christian Klosterermann in einem kurzen Vortrag die Möglichkeiten der eingesetzten  Technologie erläutern. Im Idealfall ergeben sich daraus auch im Bereich Bionik spontan Ideen oder Ansätze für  gemeinsame Projekte mit Unternehmen und Hochschulen in unserem Netzwerk.

*WIKIPEDIA. Bionik = “Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik”